Glaswolke, Eisberg, Schiff – Frank Gehrys Museum in Paris

Bei meiner Planung für Paris stieß ich zufällig auf einen Beitrag zu Frank Gehry in Paris. Ich habe seine Bauten in Chicago bewundert und was lag näher, als sich das 2014 in Paris eingeweihte Museum anzusehen.

Das Museum liegt am Randes des Stadtpark Bois de Boulogne, was bei Baubeginn zu großen Protesten führte. 2014 fand die Eröffnung statt und die Integration scheint gelungen.

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Bauherr war ist die Louis-Vuitton-Stiftung, die das Museum mit wechselnden Schauen bestückt. Leider fand gerade keine Ausstellung in dem Gebäude statt, aber allein die Architektur machte den Besuch lohnend.

Von weiten sind fast die bunten Glasdächer zu erkennen, die sich schief ineinander verkanten. Angeblich enthält der Bau mehr Stahl als der Eiffelturm, die vielen Holzbalken kommen erst auf den zweiten Blick zum Vorschein.

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Die zwölf leicht gewölbten, aus über 3500 Glasplatten zusammengesetzte Flächen, die Segeln gleichen, überschneiden sich. Die Architektur erinnere an eine Glaswolke, aber auch an einen Eisberg, wie der Altmeister postmoderner Architektur sein Werk skizziert. „Die Struktur schwebt und ist so leicht wie der Wind“, erklärte Gehry.

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Im Gebäude kann man sich leicht „verlaufen“, immer wieder gibt es kleine Wege, Treppen führen auf und ab, Blickrichtungen kreuzen sich.

Die größte Überraschung erlebt man, wenn es nicht mehr weitergeht: man steht unter freiem Himmel und genießt den Blick über Paris.

 

Toll auch die Wasserkaskaden außerhalb des Gebäudes.

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Man sollte sich meiner Meinung nach den Besuch nicht entgehen lassen, es gibt sogar einen Shuttle (1 Euro). Mehr Informationen, auch zu den Ausstellungen, findet man auf der Webseite.

Adresse: Bois de Boulogne, 8 Avenue du Mahatma Gandhi, 75116 Paris, Frankreich

Öffnungszeiten: 12:00–21:00

Eintrittspreise variieren je nach Ausstellung

Berlin, Berlin – Tipps für Besucher und Einheimische

In Berlin sind zur Zeit Ferien und für die Stadt heißt das – noch mehr Besucher. Für sie und Euch habe ich ein paar Orte zusammengestellt, die man besuchen könnte, wenn Zeit hat.

Damit es übersichtlicher ist, steht nun alles auf einer Extraseite. Dort könnt Ihr auch nach den Stadtbezirken, Ost und West usw. suchen. Ich habe versucht immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, falls Euch etwas auffällt, wäre ich über Hinweise dankbar. Die Liste wird ständig ergänzt.

Habt Ihr Anregungen und Fragen- bitte fragen. Ich helfe gern.

Berlin Tipps

Fragen an Susan Hoyer vom Modemuseum Schloss Meyenburg

Ich freue mich heute meine kleinen Reihe fortzusetzen, in der ich Museen vorstelle, die in meinen Augen etwas besonderes sind. Zu dieser Kategorie gehört auf jeden Fall das Modemuseum Schloss Meyenburg in der Prignitz.

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Susan Hoyer, die Geschäftsführerin, hat sich Zeit genommen meine Fragen zu beantworten. Vielen Dank!

Bitte beschreiben Sie in wenigen Worten Ihr Museum?

Das Modemuseum Schloss Meyenburg präsentiert eine der weltweit größten Privatsammlungen historischer Kleidungsstücke und Accessoires: Die Sammlung Josefine Edle von Krepl. Auf über 1000 m² wird die Entwicklung der Kleidermode von der Jahrhundertwende um 1900 bis in die 1970er Jahre gezeigt. Eingebettet in Mobiliar und Raumdekorationen des jeweiligen Jahrzehnts entsteht im Modemuseum Schloss Meyenburg ein einzigartiges Erlebnis. Der Museumsbesuch wird durch unseren Museumsshop und das Café abgerundet. Dort kann man in Ruhe in Literatur und Kleidungsstücken stöbern und ein wenig Verweilen.

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Seit wann besteht das Museum?

Für Museumsverhältnisse ist das Modemuseum Schloss Meyenburg relativ jung, denn es wurde erst 2006 eröffnet.

Warum sollte man es besuchen?

Josefine Edle von Krepl, die Begründerin des Museums, hat über 50 Jahre ihres Lebens gesammelt und einen einzigartigen Bestand zusammengetragen. Dabei beschränkte sie sich nicht nur auf Damenkleider von 1900 bis in die 1970er Jahre, sondern hat auch eine Vielzahl an Accessoires und kleinen Möbelstücken in ihrer Sammlung aufgenommen.

Das Modemuseum Schloss Meyenburg ist kein verstaubtes und langweiliges Museum. Vergleichbar ist es eher mit einer Zeitreise durch die wichtigsten Mode- und Stiljahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Das macht es auch für Modemuffel so interessant.

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Haben Sie einen Lieblingsraum bzw. ein Ausstellungsstück, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?

Mir persönlich gefällt der Festsaal des Schlosses am Meisten, da er mit seinen Jugendstil-Ornamenten und der passenden Beleuchtung zu jeder Tageszeit Frische und Fröhlichkeit verbreitet. Zudem werden hier Sonderausstellungen präsentiert und Konzerte oder andere Veranstaltungen aufgeführt. So hat der Saal immer etwas Neues zu bieten.

Was ist Ihnen bei einem Museum besonders wichtig?

Ich genieße im Museum die Atmosphäre und die harmonische Zusammenstellung von ästhetischen Dingen. Für die Besucher zählt generell der Mehrwert. Man möchte unterhalten werden und eine schöne Zeit verbringen. Daneben soll der Aspekt der Weiterbildung nicht zu kurz kommen. Aber bitte ohne erhobenen Zeigefinger, denn Museen sind längst nicht mehr die belehrenden Institutionen von einst, sie machen Freude beim Lernen und Erfahrungen sammeln.

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Welches Museum/welche Ausstellung sollte man Ihrer Meinung nach unbedingt besuchen?

Das Nürnberger Stadtmuseum im Fembohaus bietet eine tolle Ausstellung zur Stadtgeschichte. Eingebettet in ein altes Wohnhaus kann der Besucher neben einem tönenden Stadtmodell ganz unterschiedliche Blickweisen auf das Leben in Nürnberg werfen. Ein gelungener Audioguide und wechselnde Sonderausstellungen sind gute Ergänzungen.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Für das Modemuseum Schloss Meyenburg beginnt nun die zweite Dekade. In dieser möchten wir gern wieder zahlreiche Besucher in unserem Haus begrüßen. Die Geschichte der Mode ist noch nicht zu Ende geschrieben, viele Stile kehren wieder und bei uns gilt: Zu jedem Kleid gehört eine Geschichte.

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Allgemeines zum Museum: 

Modemuseum Schloss Meyenburg

Schloss 1

16945 Meyenburg

Telefon 033968 508961

Mail kontak@modemuseum-schloss-meyenburg.de

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr, Feiertage siehe Webseite

Eintrittspreise Erwachsene 7,00 €, Ermäßigt 5,00 €, Kinder 3,00 €

Webseite www.modemuseum-schloss-meyenburg.de

Vielen Dank nochmals für das kleine Interview.

Meine Eindrücke vom Besuch des Museums habe ich hier beschrieben, auch über das Museumscafé und die Möglichkeit Erinnerungsstücke zu kaufen. Mehr Fotos gibt es in diesem Beitrag.

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Auf dem Montmartre

Neben dem Eiffelturm und dem Louvre ist der  „Märtyrerhügel“ eines der touristischen Ziele der Stadt. Übersetzt heißt das – voll und viele Menschen, aber ich wollte mir die hübschen Straßen und Plätze unbedingt ansehen und deshalb eine deutsche Reiseführung gebucht. Soléne von „Help Tourists in Paris“ hatte 2 Stunden Zeit mich von der Schönheit der Stadt zu überzeugen und das gelang ihr voll und ganz. Was diese Stadtführung bietet, fasst Denise auf ihrer Webseite perfekt zusammen und so kopieren ich das einfach:

1. Warum Montmartre so beeindruckend ist

Das Pariser Viertel Montmartre hat einen ganz besonderen Charme, der jedes Jahr Millionen von Paris Besuchern verzaubert. Lange war das heutige Künstlerviertel ein kleines Dorf vor den Toren von Paris. Obwohl es 1860 eingemeindet wurde, hat sich Montmartre seinen dörflichen Charakter bis heute bewahrt. Kleine, enge gepflasterte Gässchen unbekannte, versteckte Orte abseits des Massentourismus und alte Gebäude mit viel Geschichte versprühen ein einmaliges Flair. Es erinnert manchmal an längst vergangene Zeiten, in denen bekannte Künstler wie Renoir, Picasso und Toulouse-Lautrec in Montmartre lebten und den Mythos der Pariser Bohème prägten.

Um die außergewöhnlichen Orte abseits des Massentourismus in Montmartre zu entdecken und nicht nur die Hauptsehenswürdigkeiten, die in allen Reiseführern stehen, solltet ihr unbedingt eine Stadtführung durch Montmartre auf Deutsch mit uns buchen!

2. Programm der Stadtführung durch Montmartre

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Montmartre als Künstlerviertel bekannt. Es bezaubert noch heute Besucher und Einheimische mit dem besonderen Charme mit seinen malerischen Gässchen und seiner künstlerischen Vergangenheit.

programm-stadtfuehrungWir „entführen“ euch in das Montmartre zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wandeln auf den Spuren von Künstlern wie Picasso, Renoir und Toulouse-Lautrec, die in Montmartre gelebt und gearbeitet haben. Natürlich dürfen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Viertels wie beispielsweise die Kathedrale Sacré Coeur, der Künstlerplatz Place du Tertre und die berühmte rote Mühle des Moulin Rouge im Programm nicht fehlen! Ihr werdet Geschichten aus längst vergangenen Zeiten lauschen und während der Stadtführung neben den Hot Spots des Viertels auch faszinierende, wenig bekannte Orte abseits des Massentourismus entdecken. Überraschungen und Staunen garantiert!

(http://help-tourists-in-paris.com/stadtfuehrungen-durch-paris/stadtfuehrung-montmartre/)

Die Beschreibung trifft vollkommen zu und war einfach phantastisch, ich bin schon gespannt auf die anderen Führungen, die ich beim nächsten Mal machen möchte.

Vielen Dank nochmals und hier meine Fotos.

 

Es gibt auch einen fotografischen Beweis, dass ich da war.

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„Ein Mann geht durch die Wand“ – die Berührung soll Glück bringen.

 

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Ein toller Hintergrund !

Was es auf dem Gipfel aussieht, zeige ich beim nächsten Mal. Ich würde mich freuen von Euch zu hören – mehr Paris oder lieber ein anderes Thema ?

Sonntagmorgen in Paris

 

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Als ich vor fast 2 Wochen in Paris ankam, wusste ich nicht wirklich was mich erwartete. All die News in den letzten Monaten machten die Stadt nicht unbedingt zum Reiseziel zum Nummer 1, umso mehr hat mich Paris überrascht und begeistert. Ich hoffe, dass dies in meinen Beiträgen zu spüren ist.

Am Sonntagmorgen habe ich mir den Friedhof von Montmartre angesehen. Das hört sich vielleicht merkwürdig an, war aber ein perfekter Zeitpunkt. Das Licht war phantastisch und die Stimmung friedlich.

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Bei seiner Gründung befand sich das Gelände außerhalb von Paris, heute liegt er an einer Straße und unter einer Brücke.

 

Der Friedhof ist grün, mit schönen Gräbern und hier liegen einige bekannte Persönlichkeiten begraben, z. B. Heinrich Heine und Emile Zola, aber auch André-Marie Ampère, Michel Berger, Hector Berlioz, Dalida, Edgar Degas, Alexandre Dumas der Jüngere, Léon Foucault, Adolphe Sax usw. (falls man diese Gräber ansehen möchte, sollte man sich einen Plan der Gräber besorgen).

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Ansonsten  bin ich einfach nur herumgelaufen, habe die Ruhe genossen und Fotos gemacht.

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Cimetière de Montmartre (Cimetière du Nord)
Eingang: 20 Avenue Rachel, 75018 Paris

Mo.-Fr. 8h-17h30 /

Sa. 8h30-17h30 /

So. 9h-17h30 (Mitte März bis Anfang November: bis 18h)

 

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