Blick in die Jerusalemsynagoge in der Prager Neustadt

Prag hat so viele Sehenswürdigkeiten wie Touristen, jedenfalls hat man den Eindruck. Zum Glück gibt es noch Orte, die nicht so überlaufen sind, einen davon möchte ich Euch heute kurz vorstellen.

Die Jerusalemsynagoge aus dem Jahr 1906

In der kleinen Nebenstraße fällt das Gebäude sofort durch die maurische farbenfrohe Fassade auf. Gebaut wurde sie durch den Verein für den Bau eines neuen Tempels, geweiht 1906. Im zweiten Weltkrieg blieb sie vor großen Zerstörungen verschont. Seit 1945 ist die Synagoge durchgehend in Gebrauch der Prager jüdischen Kultusgemeinde. Ab 1993 begannen Innen- und Außenrenovierungen, die schrittweise erfolgten. Die Synagoge beherbergt heute die Dauerausstellung „Die Jüdische Gemeinde in Prag von 1945 bis heute“.

Ein Blick ins Innere

„Im Inneren besteht die Synagoge aus einer dreischiffigen Basilika, deren Seitenschiffe durch islamischen Bögen vom Hauptschiff getrennt werden. Glasfenster und Oberlichtfenster sorgen für die Beleuchtung. Der Toraschrein besitzt die Form eines Stufenportals, dessen oberer Bereich mit einem Weinstockmotiv verziert ist und von den Tafeln des Gesetzes bekrönt werden. Alle Wände und die Decke sind auffällig mit reichen Dekorationen im maurischen Stil ausgemalt.“ (Wikipedia)

Soweit die Theorie – die einzigartige Atmosphäre beschreiben diese Worte nicht. Man muss sie erleben, sich Zeit und Muße nehmen. Zum Glück waren an diesem Morgen nicht viele Besucher dort, so konnte man die Ruhe und Schönheit genießen. Und fotografieren.

Das Gebäude ist in den Sommermonaten auch für Touristen geöffnet (April bis Oktober, 11/13 bis 17 Uhr, außer Sonnabend und an jüdischen Feiertagen), und wird ebenso für Konzerte und Ausstellungen genutzt.

 

 

Man findet die Jerusalemsynagoge (tschechisch Jeruzalémská synagoga) in der Jerusalemer Straße (Jerusalemská) 7. Man sollte den Besuch dieser Synagoge bei einem Prag-Trip nicht verpassen.

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