Der Fluch des Pharao oder warum ich am 90. Todestag von Howard Carter die Tutanchamun-Ausstellung besuchte

Heute gibt es einen kleinen Blick zurück auf eine wirklich schöne Ausstellung in der Arena. Ich hatte gehofft, dass es bald wieder so etwas gibt, aber leider kam ich nicht in die „Games of Thrones“- Ausstellung. Deshalb ein paar Bilder auf den „Fluch des Pharao“.

War es wirklich nur ein Zufall oder steckt mehr dahinter, dass ich nach drei vergeblichen Versuchen ausgerechnet am 5. April 2013 die große Ausstellung in der Berliner Arena besuchte ?

Die Versuche wären unnötig gewesen, wenn ich mir mir die Webseite der Ausstellung durchgelesen hätte, habe ich leider nicht getan. Hilfreich wäre auch die Facebook-Seite gewesen, aber die Beantwortung von Fragen ist leider keine große Stärke der Macher. So kam alles zusammen und ich war am “First Friday” unter den Besuchern, die bis 24 Uhr durch die Räume liefen, einem interessanten Vortrag zum Fluch des Pharaos von Dr. Wettengel lauschten und schließlich auf junge Ägyptologen traf, die eine Entdeckertour mit uns unternahmen.

Kurz vor 19 Uhr begann der Einlass der Besucher und man konnte mit Hilfe eines Audioguides die Ausstellung erkunden oder sich einfach von der Stimmung einfangen lassen und von Raum zu Raum schlendern. Die Räume waren zu diesem Zeitpunkt fast leer (die meisten Besucher folgten dem Audioguide) und die Stimmung sehr geheimnisvoll.

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Wenn man die großen, dunklen Ausstellungsräume betritt, wird man geblendet von der Pracht und Schönheit der Grabbeigaben. Kaum zu glauben, was ägyptische Künstler vor vielen Jahrhunderten geschaffen hatten und was so lange unter dem Wüstenstaub begraben lag. Natürlich sind es Nachbildungen (wer will schon vom Fluch des Pharao getroffen werden), aber auch diese sind rund 5 Millionen Euro wert und sehr beeindruckend.

Kurz vor halb 8 bin ich in den Vortragssaal gelaufen, weil ich gern den Vortrag “Der Fluch des Pharao” hören wollte. Dr.Wettengel trug anschaulich zusammen wie es zum “Fluch” kam und wer noch mehr über die Chronologie der Ereignisse erfahren möchte, kann sein Buch im Souvenir-Shop der Ausstellung kaufen.

Danach habe ich mir die Kopfhörer aufgesetzt, den Erklärungen gelauscht (tolle Sprecher) und mir fast zwei Stunden die verschiedenen Exponate angesehen.
Für Kinder gibt es übrigens einen speziellen Audioführer, der auf Nachfrage sehr gut ankommt.

Hier ein paar Bilder, denn das Fotografieren ist erlaubt.

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Wer Lust hatte, konnte ab 21.30 einem DJ im Cafe lauschen, ich wollte aber meine Stimmung erhalten und den Abend ruhig ausklingen lassen.

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Mir hat die Ausstellung und der Abend sehr gut gefallen. Ich kann sie allen Altersgruppen empfehlen, man kann sich Zeit nehmen, zwischendurch ins Cafe gehen und sich seine Zeit gut einteilen. Der Preis ist hoch, aber „normal“ im internationalen Vergleich. Wer möchte, kann ein Familienticket kaufen.
Die HÖRZU WISSEN – FIRST FRIDAYS finden am 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli und 2. August 2013 statt.
Dann ist die Ausstellung von 19 Uhr bis Mitternacht geöffnet, mit Kurzvorträgen von Experten und Entdeckertouren mit Ägyptologen, Gastronomie und DJs.

Für mehr Informationen schaut auf die Webseite: http://www.tut-ausstellung.com/de/deutschland/die-grosse-tutanchamun-erlebnis-ausstellung.html

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3 Comments

  • Ich war vor einigen Jahren auch in der Ausstellung, allerdings befand sie sich da gerade in Leipzig – und Audioguides gab es leider damals nicht.
    Deine Bilder sind wirklich toll geworden und haben gerade die Erinnerungen geweckt. All die Schätze müssen in der Grabkammer vermutlich noch viel eindrucksvoller gewesen sein, als wir sie nun erleben können.

    • Danke für den Kommantar. Ich hatte Angst, dass es zu viele Bilder sind. Aber die Auswahl ist mir auch jetzt schon schwer gefallen.

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