Der Umzug – was bisher geschah

Nach fast drei Monaten möchte ich endlich erzählen was aus meiner DVD-Sammlung, dem Aufräumen mit Franziska, dem Verkauf meiner Einbauschränke und dem Auszug aus der alten Wohnung geworden ist.

Das alles ist von meinem Standpunkt aus betrachtet und natürlich habe ich als Mieter einer Wohnung oft schlechte Karten. Dazu kam noch die Tatsache, dass die Wohnung ein weiteres Mal verkauft wurde und mündliche Versprechungen nicht mehr galten. Natürlich hätte man den langen Weg über den Mieterverein und einer Klage gehen können, aber dazu hatte ich am Ende keine Kraft mehr.

Warum umziehen – warum raus aus Berlin ?

Ich habe mich schon viele Monate mit der Idee beschäftigt umzuziehen und wenn möglichst raus aus Berlin. Aus zwei Gründen – es war mir mittlerweile zu laut und zu hektisch, man konnte das besonders gut in Treptow beobachten. Ab Freitag hies es Party – im Park, an der Spree und in den Geschäften. Und der S-Bahn.  Dazu der fortschreitende Ausbau der Autobahnzufahrt in Treptow.

Und wie überall in Berlin – die Gentrifizierung. In meinem Block werden plötzlich alle Dächer ausgebaut, neue Eigentumswohnungen geschaffen. Bei einem Auszug hätte ich nie wieder eine bezahlbare Wohnung bekommen, aber auch die Miete in Treptow wurde pünktlich nach jeden neuen Mietspiegel erhöht. So blieb nur der Weg ins Umland, nicht zu weit weg, denn ich habe kein Auto.

Das es Ende so gut und schnell geklappt hat, war sicherlich Zufall und Glück. Davon wurde ich dann auch etwas geblendet, es ging super easy und umkompliziert. Alles was in den nächsten drei Monaten nicht der Fall war.

Verkleinern – von 80 zu 60 Quadratmetern

Von Anfang an gefiel mir der Gedanke, mich zu verkleinern. Ich habe ja schon seit 2 Jahren aussortiert und so schien dies der konsequente Schritt. Und so konnte und wollte ich nicht alle Möbel mitnehmen und da kam Franziska wieder ins Spiel. Mit ihrer Hilfe habe ich meinen Einbauschrank für Nachmieter präsentieren wollen. Ich hatte mich zuvor auch bei der Firma Cabinet-Möbel in Berlin erkundigt, denn es geht ja bei solchen Sachen um den Zeitwert. Leider kann man den Vergessen, wenn der neue Eigentümer pokert und fast 3 Monate keine Entscheidung trifft und so den Glauben an die Menschheit verliert (ich in dem Fall). Aber davon wussten wir an diesem Wochenende im November nichts und unser Spaß war ungetrübt.

Ich kann Franziska nicht genug loben und danken, sie macht die „Arbeit“ mit viel Spaß und wenn man im Flow ist, wird das Ziel perfekt erreicht.

Nun ging es um den Einbauschrank, 4 Meter breit. Da war alles drin, Betten, Spiele, Fotosachen und Klamotten. Wie viel ich gehortet habe, merke ich erst jetzt. Trotz Ausmisten und Oxfam in der Nähe, sind noch nicht alle Kisten leer. Leider habe ich keinen echten Keller, also kann ich Sachen nur zwischenlagern. Aber all das bringt mich ein ganzes Stück voran, denn ich wollte ja nicht mehr so viel besitzen bzw. nur Dinge, die ich wirklich mag.

Hier ein Blick auf dem Schrank in der alten Wohnung.

 

 

Das weiße Bücherregal habe ich mitgenommen und wieder im Schlafzimmer aufbauen lassen.

Auch im Wohnzimmer stand ein Regal, einen Teil (die Hälfte) davon habe ich mitgenommen und in der neuen Wohnung aufbauen lassen.

Das sah am Tag nach dem Umzugs dann so aus. Soviel zu Minimalismus 🙂

 

 

Wo soll man da anfangen ? Die Tendenz geht oft zum Kauf von neuen Regalen, Kisten oder Körben. Es hat mich viel Überwindung gekostet nicht in diese Falle zu tappen, aber etwas brauchte ich schon – einen neuen Kleiderschrank. Mir gefällt die Plane-Serie von Felix Stark und so habe ich mir diesen Schrank gekauft. Dazu gibt es noch einen Aufsatz, er steht auch auf meiner Liste. Bei den langen Lieferzeiten habe ich genug Zeit zum Sparen.

 

 

Ihr seht, dass der Schrank wirklich klein ist und die Sommersachen habe ich noch im Koffer. Mit diesem Hintergrund sollte es mir leichter fallen, mich weiter von Dingen zu trennen. Zumal mir Franziska einen positiven Ansatz empfahl – was ist es wert zu bleiben. Was darf bleiben, weil es mir gefällt. Das versuche ich mir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Wie geht es weiter ?

Die alte Wohnung bin ich erst seit einer Woche los. Die Einspruchsfrist ist abgelaufen und die Kaution wird freigegeben. Das Umzugsunternehmen hat es geschafft, meinen fast neuen TV kaputt zu machen. Die Regulierung war lächerlich, der Einspruch nach 6 Wochen teilweise erfolgreich. Kann es sein, dass es wieder aufwärts geht?

Der Arbeitsalltag hat mich wieder, aber Zeit für die Wohnung werde ich mir nehmen. Es wird länger dauern als ich dachte, vielleicht eine gute Sache. So vermeide ich Schnellschüsse beim Malern und Bohren.

Meine Hoffnung eine Kooperation mit Farrow & Ball zu bekommen, hat sich leider zerschlagen. Trotzdem will ich ein wenig Farbe in die Räume bringen, auch ein Teppich wäre möglich.

Ihr seht, mir gehen viele Gedanken durch die Kopf. Ich freue mich schon auf den Frühling und die hellen Tage, auf die Ausflüge in die Umgebung und schöne Reisen. Da habe ich schon einiges geplant, aber ich will auch noch etwas Freiraum für Spontanität lassen.

Ich hoffe, Eure Neugier ist etwas gestillt. Bilder vom aktuellen Stand der Wohnung mache ich bald.

Schaut wieder vorbei, Kerstin