Über den Wert von Dingen

Ich hatte im vergangenen Jahr das Buch „Aufgeräumt leben“ von Constanze Köpp vorgestellt und nun bin zufällig auf einen weiteren interessanten Titel der Autorin gestoßen, „Die Kunst des Aufräumen“ hat sie mit Thomas Ritter geschrieben. Dank iTunes-Bookstore kann man schnell auf Bücher zugreifen und ich habe mir zuerst einen kostenlosen Auszug herunterladen. Das mache ich inzwischen fast immer, denn so bekommt man ein Gefühl für das Buch und kauft es nicht umsonst. Recht schnell habe ich gemerkt, dass mir der Stil gut gefällt und gute Hinweise zum Aufräumen gegeben werden. Deshalb landete das eBook auf meinem iPad und gehört in den nächsten Wochen zu meiner Pflichtlektüre. Neben dem Ausmisten und Wegwerfen, gehört das Aufräumen zwischendurch und überhaupt zu den wichtigsten Punkten, wenn man etwas verändern will. Ich tendiere zum Beispiel an normalen Arbeitstagen dazu alles in der Küche abzustellen, Wohnungstür aufschließen, Jack aus und Tasche in der Küche abstellen. Sie liegt gleich neben dem Eingang, es gibt keine Küchentür – bequemer geht es nicht. So kommt es, dass manche Sachen einfach liegenbleiben und ich mich erst wieder am Wochenende ans Aufräumen mache. Auf die Dauer eine unhaltbarer Zustand. Sicher kann ein Buch nur eine Hilfestellung geben, denn die Veränderung muss von Dir kommen.

Was mich in dem Buch besonders angesprochen hat, ist das Kapitel „Der Wert von Dingen ist relativ“.  Gerade beim Ausmisten steht einem der Gedanke, welchen finanziellen Wert etwas hat im Weg.  Der objektive Wert ist nie genau festzulegen, statt dessen es gibt einen persönlichen Wert. Der mag für Dich und mich groß sein, aber nicht für andere. Ein „Problem“ wenn man etwas verkaufen will. Du denkst, ein Regal oder ein Kleid kostet das und das, aber niemand will diesen Preis zahlen. Warum? Weil der Wert von Dingen relativ ist und uns deshalb so manches Mal am  Loslassen und Wegwerfen hindert. Die Buchautoren beschreiben es so: “ … wenn Sie allein Ihre eigenen Kriterien als Maßstab nehmen …. Das heißt, entscheidend ist nicht nur der Wert, den wir selbst etwas beimassen, sondern ebenso wichtig ist der Wert, den andere einer Sache beimessen.“ Da hilft es nicht, wenn wir etwas verschenken wollen oder billig bei eBay einstellen, wenn niemand daran interessiert ist, dann hat es eigentlich keinen Wert. Warum rede ich so lang und breit darüber? Der Gedanke an den Wert von Dingen steht mir oft im Weg. Man hebt etwas auf, weil es eine bestimmte Geldsumme gekostet hat, nicht weil man es braucht.  Verkaufen – gern, aber niemand findet sich. Niemand sieht den Wert in der Sache, weil es den objektiven Wert an sich eben nicht gibt. Macht man sich das bewusst, ist es viel leichter loszulassen.

Dazu gab es in der vergangenen Woche ein Webinar bei Pia. Wer sich das Ganze anhören möchte, hier findet man mehr Infos und den Link. 

Pia und Gabriela beantworten Fragen und schildern ihre Erfahrungen zum Thema Loslassen auf allen Ebenen.

Beim Googlen habe ich zufällig diesen Artikel zum Buch „Die Kunst des Aufräumens“ entdeckt. Falls Euch der Beitrag neugierig gemacht hat, hier die Angaben zu den Büchern.

Aufgeräumt leben: Warum weniger Haben mehr Sein ist
Von: Constanze Köpp
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Knaur TB
ISBN-13: 978-3426786369

und

Die Kunst des Aufräumens
Von: Constanze Köpp und Thomas Ritter
Rowohlt Verlag, 144 Seiten
ISBN 978-3-499-62513-8

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