Ein zweiter Blick auf die Feengrottenstadt Saalfeld

Auch Saalfeld stand auf unserem Reiseplan. Als Kind war ich schon einmal dort und habe natürlich die Feengrotten besucht. Diese sind das Ziel vieler Touristen, obwohl die Stadt auch andere Dinge zu bieten hat.

Aber beginnen möchte ich damit, denn schließlich schmückt sich mit dem Namen Feengrottenstadt.

Die Feengrotten

Sie sind heute das Wahrzeichen der Stadt und sogar im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Das ehemalige Alaunschieferbergwerk war weltweit eine der ersten touristisch erschlossenen Höhlen überhaupt. Mit seinen faszinierenden Gebilden aus Tropfstein und bunten Mineralen, die sich in den nachträglich angelegten Wasserbecken effektvoll spiegeln, beeindrucken sie die Besucher.

Das Gelände rund um die Feengrotten wird heute als Erlebniswelt bezeichnet, denn es gibt mehr als das Schaubergwerk, das wir besichtigt haben.

Eine Stunde lang ging es durch die unterirdischen Gänge, die zu den einzelnen Höhlen und die faszinierende Tropfsteinwelt führen. In meiner Erinnerung waren die Grotten natürlich viel größer, aber das kennt Ihr vielleicht auch. Ein Besuch lohnt sich in jeden Fall, was auch meine Fotos zeigen (nicht so leicht aus der Gruppe heraus zu fotografieren).

Es ist schon interessant die Spiegelungen im Wasser zu beobachten, denn im ersten Moment hat man den Eindruck, das es dort in die Tiefe geht.

In unserer Gruppe war nur ein Kind, ich fürchte die „Geschichten“ unseres Führers waren nichts für sie. Ein wenig mehr Informationen, weniger Erlebnisse mit anderen Gästen, hätten mir besser gefallen.

Auf der Webseite der Feengrotten findet man die verschiedensten Angebote für Kinder.

Zu Fuß durch Saalfeld

Wenn man die Stadt Saalfeld besser kennenlernen möchte, dann bietet sich eine Stadtführung an. Unser Treffpunkt war die Tourist-Information Saalfeld am Markt 6, wo uns bereits Frau Anne Gallinat erwartete. Sie nahm uns auf eine tolle Zeitreise durch die Stadt mit, vielen Dank nochmals.

Ich möchte hier nur meine Lieblingsstationen der Stadtführung zeigen. Die Fotos sind bewusst in geringer Auflösung gepostet, da manche Bilder unerlaubt auf anderen Webseiten aufgetaucht sind. Ich finde das sehr schade, denn schließlich sind Fotos ein wichtiger Teil meines Blogs sind.

Erste Station war die im gotischen Stil erbaute evangelischen Johanneskirche, eine der größten Hallenkirchen in Thüringen.

Die evangelische Johanneskirche

Burgruine Hoher Schwarm

Ostrand der Altstadt thront hoch über der Saale der „Hohe Schwarm“, eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert. Die Burg wurde als gotische Wohnturmburg, deren Anlage in der heutigen Ruine noch gut erkennbar ist, errichtet.

Wieso die Ruine „Hoher Schwarm“ heißt ? Ein Legende erzählt von einem Priester, der eine Taube mit einem Glöckchen fliegen lies. Wo sie sich niederließ, sollte die Burg entstehen. Sie landete auf einem Baum, der wurde gefällt und aus dem Stamm des Baumes flog ein Bienenschwarm heraus. So soll der Name – „Hoher Schwarm“ entstanden sein.  

 

Und heute: zwischen 1995 und 1997 wurde die Ruine gesichert und saniert. Die Kellergewölbe sind vermauert, können aber besichtigt werden.

 

Außerdem befindet sich auf dem Gelände der Burg eine Naturbühne.

Schlösschen Kitzerstein

Das Schlösschen Kitzerstein befindet sich in der Nähe des Hohen Schwarms.  Die Giebel sind reich verziert, An der Nordseite wurde ein ehemaliger Mauerturm in den Bau einbezogen. Dort befindet sich noch eine Schießscharte. Sieben verzierte Ziergiebel schmücken das Schlösschen.

2006 erfolgte die Neugestaltung der Gartenanlage zwischen Hohem Schwarm und Schlösschen. Heute ist dort die Musikschule untergebracht.

Diesen Beitrag möchte ich mit dem Besuch des Darrtores beenden. Von dort hat man einen besonders tollen Blick auf die Stadt.

Das Darrtor

In Saalfeld gab es im Mittelalter 5 Stadttore. Das Darrtor stammt zum großen Teil aus dem 14. Jahrhundert und ist damit der älteste Turm der Stadt. Mit unserer Stadtführerin konnten wir den Turm besteigen (die Treppe ist neu) und hatten von der obersten Plattform einen tollen Rundblick über die Stadt.

Im Teil 2 der Stadtführung zeige ich Euch u.a. den Marktplatz, das Rathaus und das Franziskanerkloster.

Vorher aber noch einmal ein paar Adressen und Kontakte zum heutigen Beitrag.

Saalfelder Feengrotten

Feengrottenweg 2, 07318 Saalfeld

Tel.: +49 (0) 3671 – 55040
Mail: kundenservice@feengrotten.de

Johanneskirche Saalfeld

Kirchplatz 3
07318 Saalfeld

Hoher Schwarm und Schlösschen Kitzerstein

Schwarmgasse
07318 Saalfeld

Darrtor – Historisches Stadttor

Hinter dem Graben
07318 Saalfeld

Öffnungszeiten: April – September (Ende der Herbstferien in Thüringen): täglich von 13.00 – 17.00 Uhr/ letzter Aufstieg 16:45 Uhr

 

Ich wurde von Saalfeld Tourismus zur Besichtigung der Feengrotten und der Stadtführung eingeladen. Vielen Dank!

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