Eine Reise ans ostfriesische Wattenmeer

Umfragen sagen, dass die wenigsten Deutschen das Wattenmeer „kennen“. Man hört zwar davon, aber welche Rolle es für das Gleichgewicht der Natur spielt, das wußte auch ich nicht. Jetzt konnte ich fast eine Woche lang dieses Weltnaturerbe kennenlernen, wobei es nur ein erster Blick ist, denn zum Kennenlernen braucht mehr mehr als eine Woche.

Über meine Eindrücke möchte ich in der nächsten Zeit berichten und mit Euch in die Welt des Wattenmeers eintauchen.

Das ostfriesische Wattenmeer

Man kann das Wattenmeer am besten bei einer geführten Wattwanderung kennenlernen. Von September bis Mai ist das Gebiet ein Eldorado für Vogelbeobachter: im Herbst legen Millionen von Zugvögeln hier einen Zwischenstop ein, bis zu 70.000 arktische Wildgänse überwintern hier. Es gibt verschiedene Nationalparkhäuser an der Küste und auf den Inseln. Dort erhält man einen guten Einblick in Natur und Naturschutz. Es gibt sieben ostfriesische Inseln: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge, besuchen konnte ich Norderney, Juist und Langeoog. Jede dieser Inseln hat ihr eigenes Flair:

Norderney

sie ist das älteste deutsche Seebad und mit 25 qkm die zweitgrößte Insel. Sie hat als einzige Insel eine Windmühle und einen Dünen-Golfplatz.

Juist

auch “Töwerland”, das Zauberland genannt, bietet ein herausragendes Beispiel europäischer Bäderkultur mit dem 1898 erbauten Kurhotel (heute Kurhaus Juist). 

Langeoog

mit dem achteckigen Wasserturm als Wahrzeichen. 14 km langer natürlicher Sandstrand und einzigartige Dünenlandschaft mit der 20 m hohen Melkhörndüne.

Damit genug der Vorrede.

Auf ins Wattenmeer

Ich konnte mich diesmal ein paar Monate auf diese Reise vorbereiten. Deshalb konnte ich  eine günstige Fahrkarte für die Strecke von Berlin nach Norddeich Mole kaufen – 39 Euro (inklusive Reservierung). Am Sonntag morgen ging es los, der Weg zum Bahnhof war dabei das komplizierteste – ich sage nur Berlin-Marathon. Aber einmal am Hauptbahnhof angekommen, klappte alles gut, Umsteigen in Hannover und Bremen und schließlich Ankunft um 14.20 Uhr in Norddeich Mole. Von dort aus sollte es am nächsten Tag losgehen, bis dahin konnte ich einen ersten Blick auf die Nordsee und Ebbe und Flut werfen.

 

Und natürlich den Hafen.

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Was kommt in den Koffer ?

Herbst an der Nordsee – da muss man auf alles gefasst sein. Regen, Wind (Sturm), aber auch Sonne. Man braucht zudem verschiedene Paar Schuhe, vor allem wenn man ins Wattenmeer möchte. Darauf war ich vorbereitet, als sich die Wetter-Apps immer mehr auf warmes Sommerwetter festlegten. Als erstes sortierte ich dem langen Mantel aus, dann die warmen Schuhe und schließlich packte ich ganz neu. T-Shirts und Strickjacke, nur ein dicker Pullover und dazu zwei Hosen und eine Windjacke. Zur Sicherheit kam noch eine Weste in den Koffer. Schließlich ein Badeanzug fürs Hotel und eine kurze Hose fürs Wattenmeer. Damit sollte ich auskommen, dachte ich.

Foto – und andere Technik

Bei einer Gruppenreise mit vollem Programm hat man abends oft keine Zeit oder Lust mehr, am Laptop zu sitzen. Also blieb der zu Hause. Statt dessen packte ich iPad, iPhone, und 2 Powerbänke von Intenso ein. Und natürlich die Speicherkarten und Akkus.

Was die Fotoausrüstung anging, da hatte ich auf meinem letzten Reisen oft die falsche Entscheidung getroffen, das sollte mir diesmal nicht wieder passieren.

Meine Canon EOS 70D ist zwar schwer, aber die Resultate sind super. Dazu das neue Weitwinkelobjektiv und mein Macro-Objektiv. Für die Fahrrad-Touren wollte ich allerdings eine leichte Kamera mitnehmen, mit der man ohne Umstände schnell ein Foto machen kann.

In Frage kamen da die  Panasonic Lumix und die Canon EOS M3. In jedem Fall nahm die Kameraausrüstung eine Menge Gewicht und Platz ein, aber ich bin mit dem Ergebnissen zufrieden und so hat sich das Tragen gelohnt. (Ich bekomme nichts fürs Verlinken, bei Amazon findet man die Sachen am Einfachsten).

Norddeich Mole

Für die Nacht in Norddeich Mole hatte ich ein Zimmer, das nicht der Rede wert ist. Es war einfach, sauber und nur 10 Minuten Fußweg vom Meer entfernt. Die Geschäfte und Gaststätten waren am Sonntag nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und 23 Grad gut gefüllt. Irgendwie hatte ich keine Sandalen eingepackt, das war mein erster Einkauf dort. Dann kam noch ein T-Shirt dazu. Die Geschäfte hatten sogar bis 18.30 Uhr geöffnet und konnten sicher einige Sommersachen verkaufen.

Ich bin dann einfach am Strand geblieben, habe Ebbe und Flut beobachtet –

 

 

mich über den Hundestrand gewundert –

 

 

 

und auf den Sonnenuntergang gewartet.

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Alles in allem ein perfekter Tag, der Lust auf mehr Nordsee machte.

Eure Kerstin

 

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