Aufräumen – Projekt Schuhschrank

Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich seit vielen Monaten versuche, überflüssige Dinge aus meinem Leben zu entfernen und mehr Struktur und Ordnung in meine Wohnung zu bringen. Ich habe lernen müssen, dass es nicht leicht ist, konsequent zu sein und das man wirklich dabei bleiben muss. Pausen im Sommer und der Urlaubszeit kann man zum Nachdenken und Planen nutzen, aber irgendwann habe ich mich im Kreis gedreht. Danach war es nur noch ein kleiner Schritt zur Erkenntnis, dass ich Hilfe brauchen konnte. An diesem Punkt kam Franziska ins Spiel, die mir bei der Organisation meiner Schränke helfen sollte. Nach einem unverbindlichen Kennenlernen-Gespräch hatte ich das Gefühl: sie ist die Richtige für den Job. Schnell fanden wir einen Termin und am vergangen Wochenende ging es los – das Projekt Schuhschrank.

 

Warum den Schuhschrank ?

Es ist ein kleines, überschaubares Projekt und man sieht schnell einen Erfolg. Allerdings ist Schuhschrank das falsche Wort, eigentlich ist es eine Kammer, die als Stauraum für viele Dinge diente – Koffer, Taschen, alte Bilderrahmen, aber auch Schuhe.

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Nun wollten wir aus dieser Kammer einen begehbaren Schrank machen, in dem am Ende des Tages nur noch Schuhe stehen sollten. Das bedeutete im ersten Schritt – alles muss raus. Schon erstaunlich was sich in so einem kleinen Raum versteckt, u.a. auch Schuhe, die ich schon lange vergessen hatte.

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Während ich das Unheil betrachtete und mit dem Aussortieren begann, wischte Franziska die Regale aus und begann mit der Umsetzung ihrer Ideen. Dabei werden die Dinge benutzt, die man schon hat – in meinem Fall sind das zahlreiche durchsichtige Boxen. In die kamen Werkzeuge, Kerzen, Schuhputzzeug usw. Dabei habe ich kaputte und doppelte Dinge aussortiert und nur behalten was ich brauche.

Jetzt hört sich das alles einfach und schnell an, aber das war es nicht. Ich kam mehr als einmal ins Schwitzen, nicht nur weil es körperlich anstrengend war, nein auch die Entscheidungen waren nicht leicht zu treffen. Zeitlich hatten wir 3 Stunden angepeilt, am Ende waren es 5. Ohne große Pausen, Franziska lehnte eine Kaffeepause konsequent ab 🙂
Psychologisch war es eine gute Entscheidung, durchzuziehen. Und natürlich ist nach den 5 Stunden nicht alles fertig. Die Müllsäcke standen im Weg, aussortierte Dinge müssen verschenkt oder verkauft werden. Wohin mit den Koffern und Taschen, die aus der Kammer sollten?
Das Resümee am Sonntag war: ein aufgeräumter Schuhschrank und viel Arbeit an den nächsten Tagen und Wochen. Zum Glück haben wir einen Nachfolgetermin ausmachen können, bis dahin sortiere ich allein weiter und freue mich auf Franziskas Input.
Natürlich gibt es noch einen Blick auf den begehbaren Schuhschrank (ehrlich, ich wusste nicht, dass ich so viele Schuhe besitze)

Die Bilder stammen von Franziska und mir, ich habe nicht mehr unterscheiden können, wer welches Bild gemacht hat. Sie sollen ja nur einen Eindruck vermitteln, was eine bessere Organisation ausmachen kann. Unabhängig vom befreienden Gefühl beim Anschauen und Betreten des Raumes.

 

Vielen Dank an Franziska und bis zum nächsten Mal, Kerstin
Übrigens habe ich auch eine kleine To-do-Liste von ihr bekommen, die versuche ich nun abzuarbeiten 🙂

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