Frühjahrsputz im Schlafzimmer

Wie Ihr vielleicht wisst, bin ich in eine kleinere Wohnung umgezogen – von 90 qm auf 60 qm. Und ohne Keller.

Schon Monate vor dem Umzug habe ich viel aussortiert, ich habe mich von der Hälfte meiner Bücher und allen Videokassetten getrennt und auch einiges an Möbel zurückgelassen. Das wichtigste aber war mein 4 m großer Einbauschrank und die kleine Kammer, die sich wunderbar zum Aufheben von Dingen geeignet hatten. Vor allem wußte ich bald nicht mehr was sich dort verbargt. Ehrlich, ich war verzweifelt als ich die Umzugskisten packte. Wohin mit all den Dingen ? Letztendlich wanderte viel in den Keller und die BSR durfte alles abfahren. Ich habe den Keller dann nur noch gefegt und nicht mehr zurückgeblickt.

 

Schwieriger war es bei meiner Kleidung und den Schuhen. Natürlich habe ich vorher viel zum Thema gelesen und so habe ich als erstes die Sachen aussortiert, die mir nicht mehr gepasst haben.

1. Ausmisten

Sei ehrlich mit Dir selbst, Du weißt genau was zu eng ist oder was Du eigentlich nicht magst. Wenn Du am Morgen vor dem Schrank stehst, schiebst Du genau diese Dinge zu Seite. Jedesmal. Und bestimmt ärgerst Du Dich über den Anblick, sei es weil es ein Fehlkauf war oder weil es Dich an vergangene Zeiten erinnert und Du eine andere Konfektionsgröße hattest. Warum tust Du Dir das an ? Also weg damit. Auf einen Stapel oder in eine Kiste oder einen Korb. Schau Dir den Inhalt nicht mehr an. Nein. Wenn Du sicher bist, verschenke es oder tu was immer Du willst, aber entferne es aus Deinem Blickfeld. Schwer? Ich weiß, aber es ist besser so.

Sachen, die kaputt sind oder die Du vielleicht im Garten tragen willst, in den Müll. Warum willst Du solche Dinge anziehen ? Dein Schrank ist sicher noch so voll, dass etwas für solche Anlasse übrig bleibt. Stimmt’s oder habe ich Recht.

Ich bin sicher, Dein Schrank ist noch immer voll. Bei mir war es der Fall. Was nun ?

2. Bestandsaufnahme

Du hast nun eine gewisse Zeit mit dem Sortieren verbracht (2-3 Stunden vielleicht), das Chaos ist groß. Und es wird nicht besser, denn nun kommt der restliche Inhalt des Schrankes an die Reihe. Du musst alles ausräumen, wenn Du willst, fange mit den Dingen an, die auf Bügeln hängen – Mäntel, Jacken, Blusen, Anzüge usw. Ich habe diese Dinge aufs Bett geworfen, da sieht man das ganze Unheil.

3. Sei radikal

Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber ich habe es versucht. An manchen Tagen ging es leichter, an anderen konnte ich mich überhaupt nicht entscheiden. Da hilft nichts, also einfach Stop sagen und später einen neuen Versuch wagen.

4. Was habe ich erreicht ?

Seit ich eingezogen bin, hat sich mein Schlafzimmer sehr verändert. Es gab bereits ein paar Bilder über den Aufbau des Regals und den neuen Kleiderschrank, aber wer mich kennt, der weiß – damit war es nicht getan. Denn nun konnte ich endlich Kisten und Kartons auspacken und alles einräumen. Trotzdem passte nicht alles in den Schrank, es war zum Verzweifeln. Ich hatte mich doch schon von so vielen Dinge getrennt, trotzdem haben die weggeworfenen oder aussortierten Dinge keine sichtbaren Lücken entstehen lassen. Dabei will ich einen freien Blick haben, wenn Ihr versteht was ich meine. Das Regal soll ruhig und einheitlich wirken.

Zielsetzung

  • geschlossene Flächen
  • einheitliche Kisten bzw. Karton
  • Durchsetzung des Farbkonzepts
  • nicht alles vollstellen

Das ist mein Ansatz, dabei will ich nutzen was vorhanden ist und keine neuen Dinge kaufen.

Umsetzung

Ich habe tatsächlich das gesamte Regal ausgeräumt und ausgewischt. Dabei ist ein großer Müllsack mit aussortierten Papieren angefallen und ein paar Bücher, die ich für 50 Euro an Momox verlaufen konnte. Ich habe keine Lust auf Amazon gehabt, da sind die Gebühren unerträglich hoch, deshalb will ich mein Verkäuferkonto auch bald schließen.

Anmerkung am Rande: natürlich ist der Profit von Momox und Amazon sehr hoch, aber ich muss wenigstens nichts wegwerfen. Der Oxfam-Laden in meiner Nähe wird gerade umgebaut, sonst wäre dort alles gelandet. Da ich kein Auto habe, muss ich die Sachen gut dort abliefern können. Bei Ebay ist es leider auch nicht so einfach, trotz kleiner Preise wird gehandelt, es geht zum Teil unfreundlich zu oder der Käufer erscheint bei Abholung einfach nicht. 

Wenn möglich sollen Bücher aus dem Schlafzimmer ins Bücherregal ins Wohnzimmer geräumt. Grundsätzlich möchte ich erreichen, dass nur noch ein paar Bücher in diesem Regal bleiben. Es sind vor allem die Bildbände und etwas breiteren Bücher, die leider nicht in das Hülsta-Regal passen.

Einheitliche Ordner

Ein wenig Geld habe ich für einheitliche Ordner ausgegeben. Sie haben nun eine helle Farbe und eine gut lesbare Beschriftung auf dem Rücken. Beim Umsortieren konnte wiederum ein paar Papiere wegwerfen.

DVD und CD

Bisher standen die CDs und DVS offen im Regel, gebrannte Rohlinge waren in einem Karton. Als erstes habe ich die verbliebenen gebrannten Musik-CDs entsorgt. Mein Tipp: nicht hineingehören. Wenn Du nicht weißt, was drauf ist, hast Du sie nicht vermisst. So sparst Du vor allem Zeit und Nerven.

Hast Du früher auch Filme auf DVD gebrannt ? Hängst Du daran ? Wenn die Antwort ja ist, dann kannst Du sie behalten. Aber siehst Du all die Filme wirklich an? Du hast nur ein Leben? Ich habe mir die Zeit genommen und die DVDs eingelegt, wenn das Bild mies war – Müll. Die Filme, die man dauernd im TV sieht, weg.

Den Rest in Papierhüllen sortieren und ein alphabetisches Register anlegen. Falls Du wirklich einmal Lust hast, dann findest Du den entsprechenden Film leicht. Ich habe den Verdacht, dass ich viele Filme nicht mehr ansehen werden, also ist die Entscheidung nur vertagt.

 

 

 

 

Grundsätzlich sollten die CDs und DVDs nicht im Schlafzimmer stehen, vielleicht hast Du Platz neben dem DVD-Player.

Was nun?

Ich möchte mein Ziel natürlich so schnell wie möglich erreichen. Da ich aber arbeiten gehe, ist meine Zeit begrenzt. Ein Wochenende habe ich zum Ausräumen und Auswischen benutzt. Dinge, die ich nicht entscheiden konnte, wanderten in eine Umzugskiste und werden demnächst wieder in die Hand genommen.

Mein Ziel ist jetzt Ende Mai, die Feiertage und Familienfeste will ich nicht mit solchen Dingen verbringen und eine Auszeit tut mir auch gut.

Vielleicht habt Ihr Tipps für mich ? Oder erzählt mir von Eurer Strategie, ich würde mich freuen und es hilft mir bestimmt.

Eure Kerstin

 

 

 

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