Gedanken zur Bloggerwelt

Mein Moooment am Montag

Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende? Nach einer Woche mit “Westbesuch”, habe ich ein wenig gekocht, gebacken und mit “Blogger schenken Lesefreude” weitergemacht. Und natürlich am neuen Layout meines Blogs gearbeitet, nochmals danke für das tolle Lob von Nele, die ich in Bremen kennengelernt habe.
Gestern habe ich damit begonnen, meine Seite “Blogs, die ich mag” zu überarbeiten. Das hatte ich mir nach dem Workshop in Bremen vorgenommen, und wie ich feststellen musste, ist es mehr als notwendig. Natürlich habe ich die Seiten angeklickt, die im Moment noch auf der Liste stehen, und bin so direkt wieder auf das Problem gestoßen, das die Blogszene spaltet – die Kommerzialisierung. Viele schöne Blogs posten mittlerweile nur noch, wenn sie Produkte vorstellen, gesponserte Events besuchen oder Blogs von Bekannten toll finden, die dann zufällig auch einen Shop betreiben. Auf der einen Seite ist das sicher eine schöne Sache für die Blogger, aber dem Leser begegnen so die immer gleichen Leute und Produkte. Irgendwie werden sich die Blogs immer ähnlicher, die Blogger leben in einer eigenen Sphäre, die nur aus Reisen und Einladungen bestehen. Die Meinungen der Leser scheinen nicht mehr wichtig, man ist ja wer.
Das klingt vielleicht sehr negativ, aber eigentlich versuche ich nur zu verstehen, warum das so ist. Als Leserin und Bloggerin.
Ich rufe mir immer wieder den Tag in Bremen in Erinnerung, an dem ich feststellte, dass auch andere in dieser Gefühlswelt leben. Sicher geht es dabei vor allem um Anerkennung, die man letztendlich über Kommentare erfährt. Die bleiben aber aus, wenn die berühmten Blogger tolle Verlosungen veranstalten, fantastische Layout haben, wunderbare Fotos posten.
Wie kann man darauf reagieren? Sich darauf besinnen, warum man mit dem Bloggen angefangen hat, was einem Spaß macht und vor allem nicht auf die Statistik zu schauen. Vergesst die Trends, die kommen und gehen, die Pressefotos von den schicken, tollen Wohnungen und Produkten, die oft unstillbare Bedürfnisse wecken. Auf der einen Seite reden wir über Konsumverzicht, Recyceln und dann gibt es den “must have Lounge Chair” für 8000 Euro oder eine schicke Poulsen-Lampe, die so viel kostet wie eine Woche Urlaub auf Korfu.
Und worin besteht der Mehrwert sogenannter “Inspirations-Blogs”, die durchs Internet surfen, Fotos und Ideen anderer sammeln und auf ihrer Seite posten? Eines meiner Lieblingsthemen, weil ich einfach nicht verstehe, wie man mit so einem Konzept erfolgreich ist. Wo ist die eigene Leistung, außer der Zeit, die man zum Surfen und posten braucht? Ehrlich ich begreife es nicht.
Aber ich schweife ab, denn es ging mir um meine Blog-Liste, die weiter in Arbeit ist. Was meint Ihr zu dem Thema oder ist Euch das egal? Jeder hat ja andere Erwartungen und das ist wahrscheinlich gut so.
Ich wünsche Euch viel Spaß in der neuen Woche mit nur 4 Arbeitstagen, Kerstin

Den Spruch – Bloggen ist – habe ich auf Pinterest gefunden. Dank an den Künstler!

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