Zumutbar

Hallo und guten Morgen.
Hat Euch die Hitze auch im Griff oder mögt Ihr das superheiße Sommerwetter?
Ich sitze heute morgen am PC und philosophiere über das Verhalten meiner Krankenkasse.
Jetzt bin ich seit 6 Wochen krank geschrieben und versuche langsam auf die Füße zu kommen und das im wahrsten Sinn des Wortes. Die Wochen sind an mir vorbei geflogen, lag es an den Medikamenten oder der Tatsache, dass ich nicht gezwungen war etwas zu tun. Nichts tun, eigentlich schön, oder ? Wenn da nicht der Gedanke an die Kollegen ist, die meine Arbeit machen müssen.
Ich bin noch nie so lange krank gewesen, ist es normal, Briefe und Anrufe von der Krankenkasse zu bekommen? Nicht, weil man mir gute Besserung wünscht. Es geht ums Geld und wielange man denn noch krank sein wird und überhaupt – wie ist das passiert. Können wir uns Geld zurückholen? Warum wollen Sie überhaupt etwas von uns? War ein Transport wirklich nötig? Nach 6 Wochen bekommen Sie kein Krankengeld mehr. Was Sie bekommen? Das ist nicht so einfach zu sagen. Und überhaupt, es ist zumutbar.

Zumutbar – offensichtlich auch der Ton. Zumutbar – trotz Krankenkassenbeiträge, keine Verbände, Pflaster oder Medikamente zu bekommen. Klar, ich kann und muss mir alles kaufen, aber warum ist man in einer Krankenkasse? Stopp – es ist eine Gesundheitskasse, das ist mir in all den Jahren total entgangen.
Verdammt, ich bin krank. Ich benötige Hilfe um gesund zu werden.
Dafür habe ich jahrzehntelang gezahlt, an das “Solidarprinzip” geglaubt und nun zu erfahren, dass es für mich nicht wirklich gilt.

Zumutbar – ein Wort, das alle Fragen und Zweifel im Keim ersticken soll.

Zumutbar – das gilt aber auch für die Krankenkasse, die sich an ihren Worten und Taten messen lassen muss. Ich bin gespannt wie es ausgeht.

Eure Kerstin

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