Münster 2017 – das Skulpturen-Projekt

Dieser Tage sieht man auf Münsters Straßen viele Menschen mit Plänen in der Hand. Nein, sie suchen nicht nach den Drehorten des Tatorts oder Wilsbergs Antiquariat, sondern nach Skulpturen, die über die gesamte Stadt verteilt sind. Schließlich gibt es das Skulpturen-Projekt der Stadt Münster nur alle 10 Jahre. In diesem Jahr kann man 35 Ausstellungsstücke von Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland vom 10. Juni bis 1. Oktober 2017, besichtigen.

 

Skulptur-Projekte sind bereits zum fünften Mal in Münster

Eine Besonderheit ist, dass diese ­Künstler nach Münster eingeladen werden um sich für einen Ort im Stadtgebiet ein Projekt zu überlegen. Das kann die Stadt auch vor Probleme stellen kann, was die Sicherheit für die Besucher angeht. Aber bisher hat man es geschafft alle Hürden zu nehmen, so dass spektakuläre Projekte wie ein „unsichtbarer Steg“, der türkischen Künstlerin Ayşe Erkmen, zu verwirklicht werden konnte.

Es gibt aber auch weniger auffällige Skulpturen wie die von Lara Favaretto. Die Italienerin stellt in die Nähe eines  Denkmals für die Gefallenen deutscher Kolonialkriege einen Monolithen, der wie eine Spardose oder ein Opferstock funktioniert. Am Ende wird die Skulptur zerstört und das gespendete Geld der „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ in Büren übergeben. Oder auch das Peles Empire: Katharina Stöver und Barbara Wolff.

 

 

Führungen sind zu empfehlen

Die besagten Kunstwerke und Installationen sind weiträumig auf Münster verteilt. Anhand einer App ist es möglich sich zu orientieren, aber an einem Tag wird man nicht alles schaffen und das ist vielleicht auch gut so. Ich habe mich allein umgesehen, aber auch an einer Führung teilgenommen. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, weil es auch Stellen in der Stadt gibt, die man vielleicht übersieht.  Auch das Hintergrundwissen, das auf den Touren vermittelt wird, ist sehr interessant.

Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung werden Touren aller Art in neun Sprachen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, sich einzelnen Kunst­werken intensiver zu widmen. Schulgruppen können sich zu dreistündigen Workshops anmelden. Informationen unter 02 51/2031 8200 und ser­vice@skulptur-projekte.de. Natürlich bietet Münster auch Touren per Fahrrad an 🙂

 

 

Grünes Münster

Eine Auszeit bietet eine Bootstour auf dem Aasee oder ein Spaziergang im Botanischen Garten der Stadt. Der Aasee ist ein künstlich angelegter Stausee, dient also dem Hochwasserschutz und sorgt für Frischluftzufuhr, weil die vorwiegend aus Südwesten einfließenden Luftmassen abgekühlt werden. Am Ufer findet man  zahlreiche Skulpturen, die bekannteste davon ist die im Rahmen der Skulptur.Projekte 1977 entstandene Giant Pool Balls von Claes Oldenburg, die zunächst auf massive Ablehnung seitens der Münsteraner Bevölkerung stieß und von dieser des Nachts vergeblich versucht wurde, in den Aasee zu rollen. Vom Boot „Solaris“ kann man nicht alle Skulpturen sehen, aber ich liebe das Wasser und so war ich mehr als zufrieden 🙂

Der Botanische Garten, deren Eintritt umsonst ist, befindet sich hinter dem Schloss und ist Teil des Schlossgartens. Die Anlage gehört zur Universität Münster und wird von dieser als Forschungsstätte verwendet, trotzdem ist er für alle zugänglich.

 

 

 

Planung

Wenn man nur ein paar Tage in Münster ist, sollte man sich einen Plan machen. Nicht alle Projekte und Installationen sind uneingeschränkt zu besuchen. Außerdem gibt es Örtlichkeiten, die lassen nur eine geringe Besucherzahl zu. Ich habe einige lange Schlangen gesehen, das Anstehen kostet viel Zeit und bei dem derzeitigen Wetter kein Zuckerschlecken. Ich habe so leider ein paar interessante Dinge nicht gesehen, aber dafür andere entdeckt.

Falls Du Dich nicht durch das Internet klicken willst, sondern direkt „alles“ aus und zu Münster finden möchtest, dann schau doch hier nach. Eine tolle Idee alle

  zusammenzufassen.

 

 

Natürlich soll es nicht bei diesen Allgemeinplätzen bleiben. Was Münster zu bieten hat und was ich hier erleben konnte (auch in der Vergangenheit), darüber gibt es bald mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

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