Projekt – Weg damit !

Ich hatte ja bereits davon erzählt, dass ich mich von unnötigem Ballast befreien will. Auch am Tag 6 bin ich noch eifrig dabei, obwohl es im Moment recht chaotisch aussieht. Warum ? Man soll die Regale und Schränke vollständig ausräumen und jedes Stück in die Hand nehmen. Dadurch sieht man was man hat, wieviel es ist und kann sich besser entscheiden, ob man die Sache behalten will. Ich fand den Gedanken des Anfassens und Fühlens vielleicht etwas merkwürdig, aber es funktioniert. Auf jeden Fall hatte ich bei vielen Dingen eine schnelle Entscheidung getroffen, manches konnte ich schon lange nicht leiden, weg damit, anderes fühlte sich merkwürdig an, weg damit und schließlich gab es Sachen, die mich einfach störten – weg damit.

Weg damit – aber wie und wohin. Sachen, die wirklich nicht mehr schön sind, sollten schnell in den Müll wandern, denn warum willst Du andere damit belasten. Dazu gehörten bei mir Strümpfe, Strumpfhosen, selbstgebrannte CDs oder DVDs, uninteressante Ausdrucke, alte Kopien usw. Damit konnte ich auf Anhieb 2 Müllsäcke füllen.

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Dann gab es natürlich auch normale Kleidung, wobei ich hier noch nicht viel getan habe. Ein halb voller Müllsack wartet auf eine Weiterverwendung, in den Müll wandern diese Sachen nicht. Sie sind gut erhalten und ich habe sie aussortiert, weil ich kein gutes Gefühl beim Tragen hatte. Diese Aktion hat noch kein Chaos ausgelöst, das entstand erst bei den Büchern und dieser Prozeß ist noch im Gange. Was macht man mit den aussortierten Büchern ? Ich verkaufe sie zum Teil bei Amazon, aber das bedeutet, sie wechseln nur den Platz in der Wohnung und verschwinden erst beim Verkauf. Dann gibt es noch Momox. Hier wird man die Bücher sofort los, den Preis bestimmt Momox und oft ist er nicht hoch. Man muss sich also entscheiden, ob man diesen Preis akzeptiert, wenn man das tut, packt man die Bücher ein, druckt den  Paketschein aus und bringt alles zur Post. Das Porto übernimmt Momox. Der Vorteil, die Bücher sind schnell weg und das Geld landet problemlos auf dem Konto. Ich habe außerdem Bücher zum Verschenken in den Hausflur gelegt, aber bei meinem Glück begannen heute Malerarbeiten und ich muss alles einsammeln.

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Trotzdem werde ich die aussortieten Bücher und DVDs nicht wieder einräumen, sondern in einer Ecke stapeln und weitergeben. Es gibt noch ein Kiezprojekt, das Bücher sammelt, leider nicht so gut erreichbar. Und Bücher so durch die Gegend schleppen? Ich werde wohl einen Rollkoffer packen, damit es sich lohnt.

Um mir ein kleines Erfolgrerlebnis zu gönnen, habe ich einen Teil des Bücherregals eingeräumt. Weil mein Blick vom Bett auf diesen Teil fällt, habe ich dort helle Bücher eingeordnet. Ein guter Start, oder ?

 

Morgen werde ich ein wenig in der Küche arbeiten, wieder Müll herunterbringen und Zeitschriften zu meiner Kosmetikerin bringen. Wenn Ihr wollt (oder auch nicht), berichte ich weiter über meine Aktionen.

Eure Kerstin

 

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4 Comments

  • Hallo Mike, man muss schon davon überzeugt sein, sonst ist es eher ein Strohfeuer. Aber es befreit mich ungemein.

  • Guten Morgen! Kerstin, ich wollte nur sagen das ich sehr beeindruckt bin von deinem 30-Tage Projekt – Weg damit! Vllt. sollte ich es auch mal versuchen weil ich selbst auch festgestellt habe das Alles immer mehr und mehr wird…

  • Hallo Kerstin,
    ich finde, aufräumen befreit und wahrscheinlich sollte man das viel öfter tun. Ich mach das auch gerade. So nach und nach. Bei mir war der Auslöser eine neue Kommode. Ich hab die alte ausgeräumt und musste natürlich auch jedes Stück in die Hand nehmen. Ich hab fast nur zwei kleine Schubladen der alten Kommode genutzt und im Rest hab ich einfach nur aufgehoben und seit Jahren nicht gebraucht. Also hab ich den Großteil entsorgt. Auf jeden Fall ist mir bei dieser Aktion aufgefallen, dass eine Kette meiner Tochter fehlt, die sonst sicher verwahrt in der oberen Schublade lag. Sie ist wohl nach dem Tragen nicht mehr dorthin zurück gekehrt. Jetzt räumen wir sämtliche Schubladen, Ecken, Schränke, Handtaschen auf, in der Hoffnung, dass irgendwer unachtsam diese Kette irgendwo reingelegt hat. Noch sind wir nicht fündig geworden. Dafür sind schon ganz viele „Ecken“ aufgeräumt und durchsortiert. Und das Ergebnis ist dann echt schön.
    Am Bücherregal war ich noch nicht. Aber das muss auch. Witzig finde ich, dass du die Bücher nach Farben sortierst. Der Tipp mit dem Verkauf ist gut, gerade bei Büchern tut mir das Aussortieren besonders weh.
    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne

    • Hallo, ein Anfang ist gemacht – die Kette findet sich hoffentlich. Ich suche auch noch eine Kosmetiktasche und einen Schlüssel, noch nichts. Das Buch-Thema will ich noch genauer behandeln, ich bin ja Bibliothekarin und da liegen mir Bücher natürlich am Herzen.
      Viele Grüße Kerstin

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