KonMari & andere Methoden zum Aufräumen

Ob ein Umzug ansteht oder man einfach mal wieder Platz schaffen möchte: Es gibt unterschiedliche Gelegenheiten an denen man mal wieder ausmisten muss. Besonders dann, wenn ein Wechsel in eine neue Wohnung oder ein neues Haus ansteht, ist es natürlich sehr praktisch, wenn man nur das Nötigste mitnehmen muss, aber auch sonst ist es nicht verkehrt, den eigenen Besitz zu reduzieren und sich dabei bewusst zu machen, was man wirklich braucht.

Genau dieses Bewusstsein ist für viele ein Grund, dass das Ausmisten oft aufgeschoben wird. Bei viel zu vielen Dingen denken sie sich, dass sie sie ja vielleicht doch noch brauchen könnte. So landen sie nicht auf dem Müll, stauben aber trotzdem weiterhin ein, weil sie eigentlich nicht benötigt werden.

In der letzten Zeit sind diverse Methoden entwickelt worden, die dafür sorgen sollen, dass man wirklich Wichtiges von Verzichtbarem zu trennen lernt. So sollen sie dabei helfen, endlich klar Schiff zu machen und nur das zu behalten, was man auch regelmäßig verwendet. Drei davon will ich euch heute vorstellen.

Die Konmari-Methode

Ich habe schon ausführlich über diesen Ansatz berichtet, da er aber die Aufräum-Methode schlechthin ist, will ich ihn hier nochmals ansprechen. Er wurde von der Japanerin Marie Kondo erinnert und beruht auf der Lehre des Buddhismus.

Grundgedanke dieser Methode: Man soll nur das behalten, was einen glücklich macht. So soll man sich – so die Theorie – in seiner Wohnung wohler fühlen. Klar, wenn einen alles glücklich macht, müsste das ja die logische Konsequenz sein. Nun ist es aber so, dass man manche Dinge braucht, diese einen aber nicht unbedingt immer fröhlich stimmen. Ein Messer oder Socken werden die wenigsten zum Strahlen bringen.

Man muss der Grundphilosophie der Konmari-Methode also eine kleine Portion Pragmatismus beimengen, dann ist sie ein guter Weg, um sich ein schöneres Umfeld zu schaffen.

Die Drei-Kisten-Methode

Diese Art, Wohnung und Leben zu entrümpeln, basiert auf den Lehren des Feng Shui. Keine Überraschung: Man braucht dazu drei Kisten. Eine beschriftet man mit „Behalten“, eine mit „Brauchbar“, die dritte mit „Wegwerfen“.

Nun nimmt man sich nach und nach jeden Raum vor und sortiert alles, was man dort findet, in die passende Kiste ein. Man kann also ohne jegliche Vorbereitung und Planung mit dieser Methode beginnen. Dementsprechend schnell werden die ersten „Erfolge“ sichtbar, was die Motivation oben hält.

Bei mir kam dieser „Wegwerfen“-Stapel an einem Nachmittag zustande.

 

 

 

Aussortierte Gegenstände werden an soziale Einrichtungen oder Bekannte weiter gegeben. Im Gegensatz zur Konmari-Methode, die auf radikales Wegwerfen setzt, ist die Drei-Kisten-Methode also eine sehr nachhaltige Form des Entrümpelns.

Die 5-S-Methode

Dieses Modell stammt aus der japanischen Geschäftswelt und ist dem einen oder anderen vielleicht schon als 5-A-Methode zu Ohren gekommen. Es kann vom Schreibtisch, für den es ursprünglich gedacht war, auf die gesamte Wohnung übertragen werden.

Die einzelnen Bestandteile sind:

  • Separieren: Alles, was nicht gebraucht wird, wird von den nützlichen Dingen getrennt.
  • Sortieren: Man überlegt sich ein System, das möglichst praktisch ist.
  • Säubern: Regale, Schränke und andere Stauräume werden bei dieser Gelegenheit gründlich gereinigt.
  • Standards: Wenn alles verstaut ist, macht man ein Foto von diesem Optimalzustand.
  • Selbstdisziplin: Nun liegt es an einem selbst, diese Standards zu halten bzw. regelmäßig wieder herzustellen.

Problemfall Kleiderschrank

Was für die gesamte Wohnung gelten kann, ist im Kleiderschrank oftmals Normalzustand: Es herrscht ein ziemliches Chaos. Die Jungs und Mädels von Wenz scheinen das ganz genau zu kennen, auf ihrer Homepage bin ich nämlich auf eine praktische Übersicht gestoßen. Dort werden die drei Methoden, die ich hier erklärt habe, auf den Schrank angewendet. Wer also seine Garderobe mal ordentlich ausmisten will, findet hier drei vielversprechende Ansätze.

Sehr übersichtlich werden die Vorteile jeder Methode aufgelistet, so kann sich jeder seinen Weg zum aufgeräumten Kleiderschrank aussuchen.

Ich versuche meine aufgeräumten Schubladen in diesem Zustand zu halten.

 

Blusen und Strickjacken sind farblich geordnet, so sieht ein Teil des Kleiderschrankes in der Gesamtansicht aus.

 

 

Mein Schrank sollte möglich immer so aussehen, dabei helfen die Checklisten, mein Tipp – vor dem Aufräumen ausdrucken und dann zur Hand haben. So können sie eine echte Motivationshilfe werden.
Wenn Ihr einen aktuellen Anlass braucht – warum nicht das Packen für den Urlaub ? Bevor es bei mir losgeht, werfe ich einen Blick auf meine T-Shirts und Blusen. Da kann bestimmt einiges weg, denn mein Ziel ist ein Kleiderschrank, der nur meine Lieblingsstücke enthält. Keine Kompromisse mehr.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß und Erfolg beim Aufräumen, Kerstin

 

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