Lost Place: das Stadtbad Lichtenberg (Hubertusbad)

Zugang zum Stadtbad

Das Stadtbad Lichtenberg wurde 1991 aus technischen Gründen geschlossen. Der Zugang ist nur sehr begrenzt, so wird beim Fotografieren ganz schön gedrängelt. Was mir leider oft auffällt, dass die Männer wirklich keine Rücksicht auf andere nehmen und nur an sich denken. Auch deshalb ist meine Ausbeute nicht wie gewünscht. Die Fotos entstanden am Tag des offenen Denkmals 2017.

Ein Blick auf das zweite Schwimmbecken

 

 

Auch ein kurzer Blick in die Duschen, Wannenbäder und Umkleidekabinen war möglich

 

Eindrucksvoll – die Springerfiguren vom Startblock von Ludwig Isenbeck über dem Haupteingang

 

 

“Berlins modernstes Bad in Lichtenberg nach neunjähriger Bauzeit fertig”, schrieb die Berliner Morgenpost am 1. Februar 1928. Das Männerschwimmbecken war mit 25 Metern fünf Meter länger als das für die Frauen, es gab medizinische Bäder, eine russisch- römische Abteilung als Saunabereich mit Warm- und Heißluftraum, Massagekabinen und einem Duschenraum mit Kaltwasserbecken, 68 Wannenbäder, einen Gymnastiksaal, Bereiche für physiotherapeutische Behandlungen, eine Sonnenterrasse und einen Aufzug für alte und kranke Besucher.

Der 2. Weltkrieg zerstörte das Stadtbad nur unwesentlich, trotzdem dauerte es ein paar Jahre bis das Dach repariert wurde und der Betrieb wiederaufgenommen wurde. 1988 wurde die Männerschwimmhalle geschlossen, 1991 wurde das Bad wegen eine Havarie geschlossen. Seitdem streiten sich die Verantwortlichen über die Zukunft des Gebäudes, obwohl noch 80 Prozent des Originalinterieurs noch vorhanden ist. Der Förderverein Stadtbad Lichtenberg engagiert sich sehr für die Erhaltung des Bades und ist auf der Suche nach Material zum Stadtbad und Mitstreitern, die dabei helfen. Hoffentlich hat das Engagement Erfolg.

Auf der Webseite des Vereins gibt es dazu und zur Baugeschichte viele Informationen.

Vielen Dank an die Mitglieder des Fördervereins für den interessanten Vormittag und die Führung, die im Rahmen des Tages des offenen Denkmales stattfand. .

Bis bald Kerstin

 

 

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