Tag des offenen Denkmals im Stadtbad Lichtenberg (Hubertusbad)

Nach zahlreichen Bemühungen ist es in diesem Jahr gelungen, zum Tag des offenen Denkmals am 09.09.2017 und am 10.09.2017 die Pforten zum Stadtbad Lichtenberg unter Auflagen zu öffnen.

Das Stadtbad wurde 1991 aus technischen Gründen geschlossen. Ein Rohrbruch hatte den Technikbereich im Keller unter Wasser gesetzt und erhebliche Schäden an die bereits in die Jahre gekommene Anlagentechnik verursacht. Noch immer ist die Zukunft des Stadtbades nicht geklärt. Der Förderverein versucht alles um das Bad zu erhalten und er hat auch die Veranstaltung angeboten. Der Zugang ist nur sehr begrenzt, hier ein paar fotografische Eindrücke.

Blick in die große Schwimmhalle mit 25 Meter langem Schwimmbecken. Hinter den oberen Fenstern, befand sich ein Gymnastikraum

 

 

 

 

Ein Blick auf das zweite Schwimmbecken

 

 

Auch ein kurzer Blick in die Duschen, Wannenbäder und Umkleidekabinen war möglich

 

Hier noch ein paar Fakten zum Stadtbad:

Am 2. Februar 1928 wurde das Bad eröffnet, im kommenden Jahr jährt sich der 90. Geburtstag.

„Berlins modernstes Bad in Lichtenberg nach neunjähriger Bauzeit fertig“, schrieb die Berliner Morgenpost am 1. Februar 1928. Das Männerschwimmbecken war mit 25 Metern fünf Meter länger als das für die Frauen, es gab medizinische Bäder, eine russisch- römische Abteilung als Saunabereich mit Warm- und Heißluftraum, Massagekabinen und einem Duschenraum mit Kaltwasserbecken, 68 Wannenbäder, einen Gymnastiksaal, Bereiche für physiotherapeutische Behandlungen, eine Sonnenterrasse und einen Aufzug für alte und kranke Besucher.

80 Prozent des Originalinterieurs ist noch vorhanden.

 

Eindrucksvoll – die Springerfiguren vom Startblock von Ludwig Isenbeck über dem Haupteingang

 

 

 

Der Förderverein Stadtbad Lichtenberg engagiert sich sehr für die Erhaltung des Bades und ist auf der Suche nach Material zum Stadtbad und Mitstreitern, die dabei helfen.

Auf der Webseite des Vereins gibt es dazu und zur Baugeschichte viele Informationen.

Vielen Dank an die Mitglieder des Fördervereins für den interessanten Vormittag und die Führung. Hoffentlich hat das Engagement Erfolg.

Bis bald Kerstin

 

 

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