„Unscharfe Rekonstruktion“ – die wieder aufgebauten Meisterhäuser in Dessau

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Ich hatte meine Begeisterung über dieses Konzept und die praktische Umsetzung bereits im letzten Beitrag geäußert. Natürlich ist es schwer das in Fotos zu zeigen, aber ich versuche es trotzdem 🙂

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Die neu errichteten Meisterhäuser von Walter Gropius und László Moholy-Nagy waren am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Mit ihrer Rekonstruktion ist die Bauhaus-Siedlung wieder komplett. Das Prinzip ist das der Unschärfe: eine Hülle aus gegossenem Beton mit eingelassen Senkgläsern umgibt ein plastisches Inneres, das fragmentarisch die ursprüngliche Gliederung der Häuser anreißt. Dabei entstand eine spannende Raumsituation als Anregung für den Betrachter, das Bild des Hauses in Gedanken weiter zu ergänzen. „Unscharfen Rekonstruktion“ nannten die Architekten ihr Konzept, das ich sehr gelungen finde.

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Die Innenwände wurden von Olaf Nicolai gestaltet. Seine Installation „Le pigment de lumière“ orientiert sich an den Lichtexperimenten von Moholy-Nagy. Durch einfallendes Licht und der Raumtiefe entsteht dabei ein Spiel monochromer Flächen. Das sieht besonders gut von innen, außen erscheinen die Fenster licht-undurchlässig.

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Der Besuch der Meisterhäuser ist nur im Rahmen einer Führung möglich, danach kann man sich in den Häuser frei umsehen und sollte das auch tun.

Die Eintrittskarten gibt es im Bauhaus-Gebäude zum Preis von 7 Euro. Von dort läuft man rund 10 Minuten zu Fuß zur Siedlung.

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